Es ist Ostern. Christen feiern die Auferstehung. Sie feiern den Glauben daran, dass Leid und Elend nicht gesiegt haben und dem Tod das letzte alles bestimmende Wort genommen wurde. Sie feiern, dass Jesus Christus von den Toten auferweckt worden ist und wir deswegen Hoffnung haben dürfen, dass auch nach unserem Sterben noch etwas zu erwarten ist.
Doch: Gibt es gute Gründe, das zu hoffen? Oder ist es nur eine Vertröstungsstrategie, um der bitteren Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen, dass mit dem Tode alles aus ist?
Diese Frage ist keine theoretische. Sie ist existenziell. Sie trifft uns nicht nur, wenn wir bei einer Beerdigung am offenen Grab eines lieben Verstorbenen stehen, und uns fragen: War es das jetzt?
Diese Frage steht bei den großen gesellschaftlichen Krisen unserer Zeit im Raum: Wenn Menschen an den Grenzen Europas sterben. Wenn wir in den Nachrichten von Massengräbern in Kriegsgebieten hören. Wenn Eltern ihr Kind beerdigen müssen, das einem Amoklauf, einer Katastrophe, einem Unfall oder einer Krankheit zum Opfer gefallen ist. Wenn in Pflegeheimen Menschen allein sterben, weil niemand Zeit hat, sich dazuzusetzen.
In all diese Momente hinein stellt sich die Frage: Ist es das gewesen? Ist unser Körper lediglich das Ergebnis eines evolutionären Zufalls? Ist unser Bewusstsein ein neuronales Feuerwerk, unsere Persönlichkeit Biochemie und wenn der Körper stirbt, ist es schlicht aus? Ist das Leben eine Aneinanderreihung von Momenten, die schlussendlich und schlimmstenfalls im Archiv der Sinnlosigkeit verschwinden? Geht die Geschichte eines Menschen wirklich einfach so zu Ende?
MUSIK: On the Nature of Daylight (Orchestral Version) – Max Richter
Machen Sie mit mir ein Gedankenspiel: Greifen Sie innerlich zu Ihrem Lieblingsroman. Würde ich Sie nun fragen: wo befindet sich die eigentliche Geschichte der Lektüre, also der Stoff des Romans, dann würden Sie vermutlich leicht irritiert antworten: natürlich im Buch.
Nimmt man aber jetzt eine einzelne Seite aus diesem Buch heraus und betrachtet sie, erkennt man lediglich Papier – hergestellt aus Holz, Wasser und Leim. Dazu kommt schwarze Tinte, also Farbe, die Buchstaben formt. Die eigentliche Geschichte aber werden Sie nicht finden. Das Auseinandernehmen jeder Seite lässt die Handlung des Buches nicht erkennen.Naturwissenschaftlich beweisbar ist nur das Material. Doch die Geschichte, die Sie so fasziniert, lässt sich darauf nicht reduzieren.
Sie existiert unabhängig von materiellen Formen wie Papier. Sie bliebe sogar erhalten, wenn Sie sämtliche Ausgaben Ihres Buches vernichteten. Denn eine Geschichte ist nicht greifbar. Dennoch käme niemand auf die Idee infolgedessen zu behaupten, die Geschichte existiere nicht.
Sie merken vielleicht schon, worauf ich hinaus will: Was ist mit der Geschichte Ihres Lebens? Ihr und mein „Ich“ erlebt auf einmalig unnachahmliche Weise diese Welt. Jeder Mensch besitzt dieses Ich in seinem Inneren. Der russische Dichter Jewgeni Jewtuschenko bringt es in einfühlsamen Worten auf den Punkt:
„Jeder hat seine geheime Welt,
von einem schönsten Augenblick erhellt,
von einem schrecklichsten Tag versehrt:
und allen andern ist sie ganz verwehrt.Und wenn ein Mensch stirbt, stirbt mit ihm
sein erster Schnee aus jener grauen Früh,
sein erster Kuß nachts und sein erster Zorn:
und all das nimmt er mit sich fort.[…]
Die Menschen gehen fort… Dann sind sie fort.
Ihre Welten sind ein toter leerer Ort.
Und jedesmal, und denk ich dein,
möchte ich über dieses Ende schrein.“¹
Am Ende eines Lebens wird man sich wohl erinnern insbesondere an zwei Arten von Erfahrungen: an Zeiten intensiver Zuneigung, sowie an Phasen großer Herausforderungen. Das sind die Brennpunkte meines einmaligen, unverwechselbaren Lebens.
Dieses Ich mitsamt seiner Geschichte kann allerdings nicht einfach aus uns herausgeschnitten und auf den Tisch gelegt werden kann. Es ist nicht organisch in mir festzumachen weder im Gehirn noch im Herzen oder Rückenmark. Dieses Ich ist mehr als unser Körper. Das meine ich nicht im Sinne eines billigen Trostes, sondern als nüchterne Feststellung. Warum sollte ausgerechnet diese Geschichte unseres Lebens, unserer Liebe, unserer Erfahrungen und Hoffnungen im Nichts verschwinden, nur weil unser Körper vergeht?
MUSIK: A Tear – Sven Helbig – Pocket Symphonies
Menschliche Geschichte wird angetrieben von zwei grundlegenden Sehnsüchten, die uns prägen und motivieren. Die erste Sehnsucht ist, dass Liebe von Dauer sein möge. Sogar der konsequenteste Atheist wird dem zustimmen. Spätestens am offenen Grab des Verstorbenen kann ich mir kaum jemanden vorstellen, der sich nicht wünschte, es möge anders sein. Diese Liebe, möge sie doch dauern.
Jeder, der bereits mit einem derartigen Verlust konfrontiert war, weiß, dass die Liebe mit dem Tod nicht einfach endet. Wir hören nicht auf, Liebe zu empfinden oder eine Beziehung zu jemanden haben, nur weil der betreffende Mensch nicht mehr körperlich präsent ist.
Das Beziehungsgefüge, das Empfinden, das Fühlen, das Reden – all das geht weiter. So hält auch die Bibel als zentrale Aussage fest, dass wahre Liebe nicht beim Tod endet, sondern ihn an Kraft übertrifft.
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, /
wie ein Siegel auf deinen Arm, denn stark wie der Tod ist die Liebe, /
die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt! Ihre Gluten sind Feuergluten, /
gewaltige Flammen.
Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, /
auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg.
Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, /
nur verachten würde man ihn.²
Die Liebe verlangt nach Ewigkeit. Zugleich scheint diese Sehnsucht unerfüllbar. Denn Liebe kann sich selbst nicht das geben, wonach ihr verlangt. Und zum anderen werden auch geliebte Menschen irgendwann sterben. Die christliche Botschaft der Auferstehung aber verheißt, dass unsere Sehnsucht nach Liebe nicht ins Leere geht. Sie ist keine Fehlprogrammierung menschlichen Lebens, die uns nur unnötig Zeit kostet, weil sie sich am Ende doch nicht lohnt und vergeblich ist. Gott als die Liebe schlechthin ist der Garant, dass unsere Sehnsucht eine verlässliche Antwort findet.
MUSIK: On the Nature of Daylight (Orchestral Version) – Max Richter
Eine zweite Sehnsucht, die Menschen erfüllt und Lebensgeschichten antreibt ist die Gerechtigkeit. Es gibt die Sehnsucht, dass das Gute sich lohnt und durchsetzt. Die Gerechtigkeit soll siegen!
Wenn ein Diktator sein Volk ungehindert und fortwährend knechtet, wenn ein Kind missbraucht wird, wenn ein Unschuldiger vor Gericht verurteilt wird, immer dann rebelliert etwas in uns. Es darf nicht sein, dass der Folterer im gleichen Nichts verschwindet wie sein Opfer. Es muss eine Instanz geben, die größer ist als alle Gerichte. Eine Gerechtigkeit, die nicht käuflich ist und auch nicht mehr vertagt werden kann.
Als beeindruckendes Beispiel für diese Sehnsucht steht für mich eine Episode aus der Lebensgeschichte der Geschwister Scholl. Hans und Sophie Scholl werden nach der Verbreitung von Flugblättern gegen Hitler vom Naziregime festgenommen. Sie laden in den Verhören die gesamte Verantwortung auf sich und betonen, allein gehandelt zu haben. Es kommt zum Prozess, der dem Régime als willkommene Bühne zur Machtdemonstration dient. Während der Verhandlung entstehen Tumulte. Infolge derer wird der Vater der beiden des Gerichtssaals verwiesen. Dabei ruft er dem Richter noch die Worte entgegen: „Es gibt eine andere Gerechtigkeit als diese.“³
MUSIK: Sunlight – Max Richter – Richter: Exiles
Wenn die Welt nur ein biologisches Produkt des Zufalls wäre, wäre die Sehnsucht nach Gerechtigkeit sinnlos. Aber ist das nicht merkwürdig? Schließlich akzeptieren wir, dass ein Glas zerspringt, wenn es auf den Boden fällt, dass die Schwerkraft den Apfel zu Boden und nicht hoch in die Luft fallen lässt. So sind nun einmal die Gesetzmäßigkeiten der Natur. Aber wir nehmen nicht hin, dass Unrecht Recht behält. Warum eigentlich? Wenn alles nur Zufall oder biologische Gesetzmäßigkeit ist, müsste uns das im Grunde egal sein. Wer stark ist, setzt sich durch, so ist das nun mal. Doch so empfinden wir nicht.
Wenn es keinen Maßstab für Gerechtigkeit gäbe, der über die alltäglichen und innerweltlichen Gegebenheiten hinausginge, dann wäre unser Unbehagen nichts weiter als ein evolutionäres Rauschen. Doch genau dieses Aufbegehren zeigt, dass in uns etwas lebt, das größer ist als die Welt, die wir sehen, messen und erfassen können.
Es gibt offene Rechnungen, die schuldige Tat und das unschuldige Leiden – bleiben sie für alle Ewigkeit zementiert? Hat derjenige, der sein Leben im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit verloren hat, zumindest für sich selbst die eindeutig falsche Option gewählt?
Der christliche Glaube behauptet mit seiner Frohen Botschaft: die Sehnsucht des Menschen nach einer letzten und endgültigen Gerechtigkeit bleibt keine leere Hoffnung, weil wir einem Gott vertrauen dürfen, der diese Sehnsucht in uns hineingelegt hat und der sie deshalb erfüllen wird. Es wird einmal so sein.
Dies ist eine Frohbotschaft insbesondere für alle Benachteiligten und An-den-Rand-Gedrängten, aber auch für jene, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen und so oft auf verlorenem Posten kämpfen. Es ist aber nicht zuletzt auch für diejenigen eine Frohbotschaft, die im Einsatz für das Richtige ihr Leben verloren haben.
MUSIK: Walk (Phaeleh Mix) – Ludovico Einaudi
Im christlichen Glaubensbekenntnis heißt es: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben. Dabei geht es genauer betrachtet nicht um die Unsterblichkeit der Seele, sondern um die so genannte Auferstehung des Fleisches. Diese Bezeichnung will daran erinnern, dass unser Leben ohne Körper nicht denkbar ist. Jede Beziehung, jede Erkenntnis, jede Freude und jeder Schmerz sind leiblich vermittelt. Ohne Berührung, ohne die körperliche Umarmung bleibt Liebe nur ein schönes Wort. Aber sie hat keine Substanz. Wir erfahren die Welt nicht trotz unseres Körpers, sondern durch ihn. Ohne Körper gibt es keine Nähe, keinen Trost, keine Freundschaft, keine Geschichte.
Nur weil ich diesen Leib habe, kann ich mich in eine Achterbahn setzen oder mit Freunden an einen wunderbar gedeckten Tisch und diese Momente erfahren und durchleben. Und wenn die Fähigkeiten meines Körpers eingeschränkt sind, wenn er krank wird oder altert, dann ist das nicht nur ein technischer Defekt. Es prägt meine Biografie, es verändert meine Erfahrung dieser Welt, meine Lebensgeschichte.
Das, was uns ausmacht, ist gebunden an diese konkrete Existenz, die sichtbare und verletzliche. Unser Leib ist nicht Beiwerk – er ist der Ort unserer Geschichte. Das Christentum hat eine geradezu revolutionäre Hochachtung vor dem menschlichen Körper. Der Leib ist kein Gefängnis der Seele, er ist, wie die Bibel schreibt, ein Tempel.
Wenn der christliche Glaube also von der „Auferstehung des Fleisches“ spricht, dann meint er: Nichts von dem, was wir leiblich gelebt, geliebt und erlitten haben, geht verloren. Die konkreten, irdischen Erfahrungen bekommen ein Zuhause. Gott bewahrt nicht einen abstrakten Kern, sondern das gelebte Leben selbst – mit seiner Last, seiner Schönheit, seinen Narben. Der Theologe Wilhelm Breuning findet dafür wunderbare Worte:
„Gott liebt mehr als die Moleküle, die sich im Augenblick des Todes im Leib befinden. Er liebt einen Leib, der gezeichnet ist von der ganzen Mühsal, aber auch der rastlosen Sehnsucht einer Pilgerschaft. Er liebt einen Leib, der im Lauf dieser Pilgerschaft viele Spuren in einer Welt hinterlassen hat, die durch diese Spuren menschlicher geworden ist (…)
Auferweckung des Leibes heißt, dass von all dem Gott nichts verloren gegangen ist, weil er den Menschen liebt. Alle Tränen hat er gesammelt, und kein Lächeln ist ihm weggehuscht. Auferweckung des Leibes heißt, dass der Mensch bei Gott nicht nur seinen letzten Augenblick wiederfindet, sondern seine ganze Geschichte.“⁴
MUSIK: Am Abend – Sven Helbig – Pocket Symphonies
Wem zum Leben nur das Diesseits zur Verfügung steht, der lebt zwangsläufig unter Druck. Dann muss alles in diesem Leben passieren: alle Projekte, alle Träume, alle Erfüllung. Gelingt das nicht, fühlt sich das Leben wie Scheitern an. Kein Wunder, wenn das zu Erschöpfungs- und Frustrationszuständen führt.
Wenn dagegen die Hoffnung auf Auferstehung mein Leben prägt, ändert sich alles. Dieses neue Lebenskonzept verkündet Jesus im Rahmen seiner sogenannten Bergpredigt:
Selig die Sanftmütigen; / denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; / denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; / denn ihnen gehört das Himmelreich.
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.⁵
Die Bergpredigt Jesu klingt in den Ohren eines rein diesseitig orientierten Menschen wie blanker Hohn. Schließlich reicht ein Blick auf die weltpolitische Lage, um zu erkennen: Wer sanftmütig ist und sich nicht wehrt, der wird kein Land erben, nein es wird ihm weggenommen. So sieht die Realität aus.
Aber Jesus spricht von einer anderen Realität, einer die erst noch kommen wird und das mit Sicherheit. Das ist keine Jenseitsvertröstung, sondern eine Ermutigung zu einem außergewöhnlichen Lebensstil.
Der Glaube an die Auferstehung sagt: Du musst nicht alles in dieses Leben pressen, weil es nicht dein einziges ist. Zugleich motiviert er: Du darfst dich trotz aller Rückschläge einsetzen, weil nichts von dem, was du tust, spurlos verschwindet.
Wer aus dieser Perspektive lebt, kann anders denken und handeln. Ich kann für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen kämpfen, ohne beim ersten Rückschlag die Hoffnung zu verlieren. Ich kann Geflüchtete nicht nur als Problem, sondern als Menschen mit unzerstörbarer Würde sehen, weil ich weiß: Jeder von ihnen ist eine ewige Geschichte in Gottes Hand. Ich kann sanftmütig sein in einer Welt der Ellenbogen, weil ich weiß, dass die Machtverhältnisse dieser Welt nicht das letzte Wort sind. Ich kann mich engagieren – politisch, sozial, ökologisch –, ohne im Zynismus zu versinken. Diese Hoffnung macht frei von der Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Der Glaube an die Auferstehung ist somit eine radikale Form des Realismus.
Ich muss dabei an Maximilian Kolbe denken: Weil er 2300 Juden und weiteren polnischen und ukrainischen Flüchtlingen Zuflucht gewährt hatte, kam er 1941 ins Konzentrationslager Auschwitz. Als dort zu einer Strafmaßnahme Männer zur Ermordung ausgesucht wurden, bat Pater Kolbe die Aufseher darum, den Platz eines ausgesuchten Familienvaters einnehmen zu dürfen. Für ihn ging Maximilian Kolbe schließlich in den berüchtigten „Hungerbunker“, um dort zu sterben. Als er nach einigen Tagen noch nicht verhungert war, wurde er durch eine Injektion umgebracht und im Krematorium verbrannt. Der Mann, an dessen Stelle er getreten war, überlebte das Konzentrationslager und starb 1995.
Papst Johannes Paul II. interpretierte die Tat Kolbes einmal so:
In diesem aus menschlicher Sicht schrecklichen Tod lag die ganze endgültige Größe der menschlichen Tat und der menschlichen Entscheidung: Er opferte sich aus Liebe dem Tod.
Und in diesem menschlichen Tod lag das klare Zeugnis (…) für die Würde des Menschen, für die Heiligkeit seines Lebens (…).
Genau aus diesem Grund wurde der Tod von Maximilian Kolbe zu einem Zeichen des Sieges. Es war ein Sieg über das gesamte System der Verachtung und des Hasses gegenüber dem Menschen (…) ein Sieg ähnlich dem, den unser Herr Jesus Christus auf Golgatha errungen hat.⁶
Am Ende geht es um eine Entscheidung im Sinne eines Vertrauensvorschusses: Halte ich an der Vorstellung fest, dass alles nur vergänglich und damit endlich ist? Oder traue ich der Hoffnung? Die Auferstehung ist keine Antwort, die sich beweisen lässt. Aber sie ist eine Antwort, die das Beste in uns ernst nimmt: unsere Sehnsucht nach Sinn, unsere Empörung über Unrecht, unseren Durst nach Liebe und unsere Hoffnung auf eine Lebensgeschichte, die bleibt. Der Glaube an die Auferstehung ist die kühnste, tröstlichste und zugleich realistischste Hoffnung, die diese verletzte Welt haben kann.
MUSIK: Zorn – Sven Helbig – Pocket Symphonies
¹ „Uninteressante Menschen gibt es nicht“, in: Jewgeni Jewtuschenko, Poesiealbum 69, Verlag Neues Leben, Berlin 1973, S. 32 f. Übertragen von Volker Braun.
² Hoheslied 8,6ff.
³ https://www.spiegel.de/geschichte/hinrichtung-von-hans-und-sophie-scholl-erzogen-zum-widerstand-a-951049.html
⁴ Lesebuch zum Katholischen Erwachsenenkatechismus, Alfred Läpple (Hrsg.), Pattloch Verlag,München 1989, S.586.
⁵ Matthäus 5, 5–7.9f.12a.
⁶ https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/it/homilies/1982/documents/hf_jp-ii_hom_19821010_canonizzazione-kolbe.html
